Pressespiegel

Beine - und andere Ungereimheiten

 

 

Klaus-Dieter Mayer, Sänger, Sprecher, Schauspieler, Tausendsassa aus Hegnach, hat sich für sein neues Programm zurechtgemacht: weißer Anzug, Hut, Schal - der Charme des 20er-Jahre-Chansonniers tropft ihm aus jedem Knopfloch. Ein stolzer Stenz, zweifelsohne, einer, der das Lied vom „Gigolo“ nicht nur singen, sondern auch mit Leben füllen kann. Und er sei heute Abend alleine hier, wolle dies nur mal gesagt haben.

Eine ebenso süffisant frivole Bemerkung wie viele andere an diesem höchst amüsanten Kleinkunstabend, aber insofern ernst gemeint, als im rappelvollen Jazzclub heute mal eine Art „Ladies Night“ stattfindet, mit mindestens zwei Dritteln weiblichem Publikum. Und es steht zu erwarten, dass Mayer dieses zu becircen weiß mit seinen Weimarer-Republik-Chansons, den so vital wie viril rezitierten Brecht- oder Tucholsky-Texten und dem geballten listig-literarischen Witz einer der geistvollsten Epochen der deutschen (Popular-)Kultur. Zumal ihn mit Tilo Nast, Stimmführer im Orchester der Stuttgarter Oper, als Stehgeiger und der Pianistin Margret Singer, Chefkorrepetitorin der Pariser Oper, zwei hervorragende Musiker begleiten. Ihre Tangos und Csardas sind geradezu brillant gespielt – eine Überraschung wohl für manchen Jazzfan, an diesem Ort so überzeugend zur Salonmusik verführt zu werden.

Anfangs fürchten wir nur, dass Mayer überziehen würde an Mimik und Gestik, als er den flotten „Dandy von Wien“ gibt „Im Hotel zur Nachtigall“ und seinen Hut zieht, um Glatze zu zeigen. Die ja dem echten Gigolo, wie jeder weiß, nichts von seinem Charme nimmt. Aber dann gewinnt seine Nummernrevue über „Beine und andere Ungereimtheiten“ – Ausgangspunkt: Friedrich Hollaenders Lied „Beine“, die „des Mannes Weltanschauung“ sind – derart an Fahrt, Klasse, Esprit, dass wir bald gar nicht genug kriegten von Mayers gestenreichem Spiel-Gesang, und wäre der auch noch so überzogen.

Zwischen Beispielen jener goldenen deutschen Popkultur-Epoche, als Gassenhauer noch brillant getextet und Schlager noch im gesellschaftlichen Leben verankert waren, begibt sich der schalkhafte Chansonnier an ein Pult und trägt „Weisheiten“ von Kurt Schwitters vor, Sprachverdrehungen drastischster Art, oder andere, ebenso widerständige Lyrik von Morgenstern, Ringelnatz, Tucholsky und Brecht. Vor allem vom jungen, wilden Brecht und natürlich auch Chansons zur Musik Kurt Weills, etwa „Die Moritat von Mackie Messer“ aus der Dreigroschenoper, die laut Mayer „derzeit überall auf der Welt gegeben werden sollte“. Finanzjongleur Mackie, dem nie was zu beweisen war, sei schließlich „auch nur einer von diesen ...“ Und Klaus-Dieter Mayer ist der witzigste Weimar-Conferencier weit und breit.

Waiblinger Kreiszeitung 

 

 

Alles paletti

„Vielleicht eilt der ... Formation auch ganz einfach ein guter Ruf voraus. Sie spielt straff und swingt locker, die Arrangements von Broadway-Songs wie „I Only Have Eyes For You“ sind sparsam auf den Punkt gebracht. Und es fanden hervorragende Musiker zueinander: der Jazz-Landespreisträger Andi Maile (Saxofon), der Drummer der Rockband Bananafishbone, Florian Rain, Gottfried Götz (Cello), der Charly-Antolini-Pianist Daniel Eppinger, Stephan Eppinger am Kontrabass (u.a. Barbara Dennerlein, Jim Hall) sowie Bandgründer, Sprecher, Sänger und Conferencier Klaus-Dieter Mayer.

Da gibt`s keine Note zu viel, da sitzt alles, da stimmt`s mit dem Swing und dem „Sing Sing Sing“. Denn auch für Background-Gesang eignet sich die Band hervorragend. Mit solchen Musikern ist in einer Swing-Revue natürlich „alles paletti“."

Waiblinger Kreiszeitung

 

„Mit ausgezeichneter schauspielerischer Leistung untermalte Klaus-Dieter Mayer Gershwin-Lieder. Mit einfühlsamer Mimik nahm er das Publikum mit in das New York, London oder Paris der 20er Jahre.“

Gmünder Tagespost

 

"...Unumstrittener Star des Abends war Klaus-Dieter Mayer. Er ist nicht nur ein vorzüglicher Sänger, sondern auch ein begnadeter Komiker und Entertainer, was in Deutschland selbst unter Berufskomikern und Kabarettisten eine Seltenheit ist. Mit seinen kleinen Szenen, die er zu den Stücken aufführte, begeisterte er die Zuhörer, besser Miterleber, zusätzlich. Ein Abend, der wohl nur den Verstocktesten und Humorlosesten kalt gelassen hat. ..."

Fränkischer Tag Bamberg

 

„ ... Doch wem die Kirchentellinsfurterinnen am Ende zu Füßen lagen, war Klaus-Dieter Mayer, der quasi „neverending charming“ von allerlei Liebesfreud`und –leid sang, mal rauchig-zärtlich, mal verzweifelt-triebgebeutelt, mal melancholisch-suizidgefährdet und immer begleitet vom schmeichelnden Background-Chorus der Kollegen. Als er schließlich mit bemerkenswert perfekt einstudierter Geste noch einen Strauß roter Rosen unter den Damen verteilte, war`s auch um die stolzeste Frau gescheh`n. ... Die Frauen klatschten sich die feuchten Hände wund, und die Männer im Publikum haben dabei auch was gelernt."

Schwäbisches Tagblatt 

Literatur:

„Im Korbstuhl sitzend und die Knie übereinander geschlagen, liest Klaus-Dieter Mayer aus Jugendskizzen und Briefen Hermann Hesses sowie aus dessen Roman Unterm Rad. Da der Erzähler die verschiedenen Werke zu einer empfindsamen Chronologie verdichtet hat, kann der Zuhörer ihm zu jeder Zeit folgen und verliert sich nicht in den zornigen und hilflosen Gefühlszuständen des Dichters. „Dichter durfte man nur sein, nicht aber werden“, klagt Mayer mit den Worten Hesses.

Und wenn die Worte des Erzählers verklingen, nehmen Freddy Wilkes und seine Mitmusiker, Ull Möck, Paul Müller, Ekkehard Rössle und Jogi Nestle die empfindsame Stimmung auf und kleiden sie mit Noten und Gesang zu passenden Jazzstücken.

Gekonnt verbinden sich Lied, Lyrik und Prosa."

Stuttgarter Nachrichten 

 

" Und in dieser experimentellen Form, zusammen mit dem erzählerischen Rahmen, in den Sprecher Klaus-Dieter Mayer mit abgeklärt-viriler Stimme die Gossenstory stellte, war der Auftritt des Freddy Wilkes Quintetts ein Erlebnis, das das Publikum begeistert feierte."

Schwäbisches Tagblatt Tübingen 

 

„Summertime“ klingt wie nie zuvor

...letztlich entscheidet die Realisierung einer Idee darüber, ob sich die Mühe lohnte. Und hier hat sie sich gelohnt. Für einen musikalisch geradezu grandiosen und thematisch inspirierenden Abend, bei dem Wort und Ton, Erzähler und Musiker alles richtig machen. (Dieser Abend) gewinnt seine Größe nicht durch „The Story of Porgy and Bess“, sondern durch das, was diese Geschichte in Musikern wie Moderator an Inspiration, auch an Emotion freisetzt.

Der lange Zeit von Hegnach sein Wesen treibende Klaus-Dieter Mayer ... macht es sich dabei in einem Schaukelstuhl bequem. Ganz lässig und beiläufig spricht er auch jenes Wort aus, das heute eigentlich nicht mehr geht: Neger. Eine vermeintliche Lässigkeit, die er konsequent durchhält, ein reizvoller Kontrast zum bisweilen dramatischen Inhalt, den er dann auch entsprechend dramatisch vorträgt, und zur stilisierten, sehr gezügelten und gerade deshalb überzeugenden Musik.

WKZ 

 

 

Theater:

„...Vom ersten Ton der Weillschen Ouverture an lag eine deftig knisternde Spannung über der Bühne... Unterm sternenbehangenen Himmel und einem Bier kam überredend bunt und frisch gefasst eine Studie auf die Bühne, die keine Statistiken bemüht, um den Zustand der Gesellschaft verblüffend nah darzustellen. Nicht mehr und nicht weniger bezweckte Brecht mit seiner schrillen Oper – und hält das durch bis zum Schluss: bar jeder Sentimentalität der Welt einen moral- und wertungsfreien Spiegel vorzuhalten.

Allen voran Klaus-Dieter Mayer. Als fieser und geschäftstüchtiger Peachum, verräterisch und spießig, packt er sängerisch und darstellend das Publikum von Anbeginn. ..."

Waiblinger Kreiszeitung

Bigband:

„...brachte die Landes-Lehrer-Bigband Baden-Württemberg feinsten Jazz garniert mit eindrucksvollen Saxophonsoli zu Gehör... Mit Klaus-Dieter Mayer verfügte die Gruppe außerdem über einen Sänger mit Talent zum Entertainer. Mayer lebte Stücke wie „It don`t mean a thing if it ain`t got that swing” oder “Mackie Messer” förmlich tänzerisch mit und improvisierte in einzelnen Passagen zusammen mit den Instrumentengruppen. ...“

Fränkische Nachrichten

 

"PISA Straight ahead"
Kompositionen in Big-Band-Arrangements mit hohem interpretatorischen Anspruch wie beispielsweise der Starter Bob Mintzers "TV-Blues", Sammy Nesticos "Basie straight ahead", Quincy Jones`"Quintessence" oder Thad Jones` "Basic-ally yours" - hat sich eine Big Band einer solchen Jazzschiene verschrieben, so zeigt sich diese Formation als weitab von jedem Feierabend-Amateurstatus. Das Personal der 2001 gegründeten Landes-Lehrer-Bigband Baden-Württemberg unter Leitung von Tilman Jäger besteht denn auch vorwiegend aus unterschiedliche Jazzformationen leitenden Musikern mit entsprechendem vollprofessionellen Format. Dieses wird in jedem der zehn Titel vorliegender, im Oktober 2007 eingespielten CD bestätigt. Kraftvolle präzise Blechbläsersätze, ein gleichfalls exakt spielender Saxophonsatz, dazu eine in den verschiedenen Tempi mit einfühlsamem Drive swingende Rhythmusgruppe bieten alles, was anspruchsvollen Big-Band-Jazz kennzeichnet. Nicht zu unterschlagen die vielfältige, stets ideenreich inspirierte Solistik. Band-Mitbegründer Klaus-Dieter Mayer agiert in drei Nummern als Vokalist auf ebenfalls professionellem Level. Tenorist Werner Englert steuerte mit "When I`m old enough" in einem eigenwilligen Arrangement eine Eigenschöpfung bei, mit unüberhörbarer Anleihe beim Beatles-Song "When I`m sixty-four". Sehr eigenwillig kreativ umgesetzt von Tilman Jäger - hier am Piano - auch der Schlusstitel "Guten Abend, gut` Nacht" von Johannes Brahms.

Ein höchst erfreuliches, swingendes fast einstündiges Hörerlebnis, dem man eine baldige Fortsetzung wünscht. Eine negative Pisa-Bewertung wird zumindest für die hier versammelte Lehrerschaft mit dieser CD völlig ad absurdum geführt.

Gerhard Hopfe
Jazz-Podium

 

Moderation:

 

Festival Europäische Kirchenmusik
"Carmina Burana"

"...führte Klaus-Dieter Mayer das Publikum nicht nur gekonnt in das Werk Carl Orffs ein, sondern kommentierte pointiert alles, was inhaltlich und musikalisch bedenkenswert ist, gespiegelt mit verhaltensmustern der Gegenwart. Da wurde nichts und niemand etwas "Geschenkt"; jeder, der es wollte oder nicht, bekam "sein Festt weg". Da blieb keine Maskerade mehr -  und das alles launig bis bissig ..."

Remszeitung

 

" ... Als genialer Moderator des Abends erwies sich Klaus-Dieter Mayer, der nicht nur süffisant und humorvoll Einblicke in Leben und Werken des Jubilars gab, sondern auch selbst als Sänger in Begleitung des Star-Pianisten Andreas Grau mit dem vertonten Tucholsky-Gedicht "Ideal und Wirklichkeit" überzeugen konnte. ..."

Schwäbisches Tagblatt Tübingen 

 

 

"...Perfekt ergänzt wurde der Liedvortrag von Klaus-Dieter Mayer, der als genialer Moderator nicht nur humorvoll Einblicke in Leben und Werk Friedrich Silchers gab, sondern auch selbst als Sänger und weiterer Gratulant seinen Beitrag zum Abend leistete...."

SüdwestPresse 

 

"...Als genialer Moderator des Abends erwies sich Klaus-Dieter Mayer, der nicht nur bisweilen süffisant und auf humorvolle Weise historische Hintergründe lieferte, sondern immer wieder in andere Kostüme schlüpfend mit Tanzlehrerin Margit Ehrlich-Jurjevec einen barocken Tanz vormachte. Dass er zum Schluss noch als Sänger überzeugte, hätte wirklich niemand erwartet."

Plochinger Anzeiger

Die Salon-Kommode Stuttgart

"Salonmusik vom Allerfeinsten war angesagt an diesem unterhaltsamen Abend. Dass man es bei den Musikern mit wahren Meistern ihres Fachs zu tun hat, war nach wenigen Takten von Julius Fuciks „Einzug der Gladiatoren“  zu hören: forsch und die musikalischen Pointen auf den Punkt bringend.

Tilo Nast, Mitglied des Staatsorchesters Stuttgart und des Bayreuther Festspielorchesters, spielte an diesem Abend nicht nur mit Bravour den „Stehgeiger“, er hielt auch die musikalischen Fäden straff in der Hand. Mit Regina Nast und Joachim Ulbrich an den Violinen sowie Jochen Ameln und Reinald Schwarz an Cello und Kontrabass sind weitere Mitglieder namhafter symphonischer Orchester vertreten. Margret Singer, in Oklahoma geboren, reiste aus Paris, wo sie an der Oper tätig ist, zu den Auftritten der Salon-Kommode an, um den Klavierpart zu übernehmen.

Doch was wäre ein solches Ensemble ohne den obligatorischen „Bel Ami“? Wie seine Kollegen hinter ihm in Frack und Zylinder, dazu mit Stock und weißen Glaceehandschuhen, spielt Klaus-Dieter Mayer, der eine bunte Karriere als musikalischer Tausendsassa hinter sich hat, diese Rolle mit solcher Überzeugungskraft, dass nicht nur die Damen sich seinem Charme schwer entziehen können. Mal lässig im Sessel sitzend und am Champagnerglas nippend, mal schmachtvoll singend, mal aufbrausend sorgte er dafür, dass es dem Publikum niemals langweilig wird. „Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin!“, singt er und weiß damit die Aufmerksamkeit gerade auf das hinter ihm agierende Orchester zu lenken.

Wenn er die Bühne räumt, um den Blick auf den Cellisten freizugeben, der nach seinem Solo strahlt wie ein Honigkuchenpferd, dann weiß man, das ist nicht nur meisterhaft gespielt, sondern die Künstler selbst haben einen Heidenspaß an ihrer Musik.

Geschickt auch die Programmauswahl. Neben bekannten Ohrwürmern wie „Dein ist mein ganzes Herz“ oder dem „Schönen Gigolo“, der geradezu zum Mitsingen animierte, wurden auch weniger bekannte Stücke zu Gehör gebracht. Mal stand das Erstaunen über die Virtuosität der Musiker im Vordergrund, dann wieder der Wortwitz oder die Gestik von Klaus-Dieter Mayer.

So bewegte sich dieser Abend leicht beschwingt zwischen Walzer und Foxtrott, von Johannes Brahms bis Friedrich Hollaender und mit Texten, die stets mit einer Prise Ironie gewürzt waren. Man genießt dabei das Lebensgefühl, das stets mit dieser Musik verbunden ist und das seit den zwanziger Jahren nichts von seiner Attraktivität verloren hat. Unterhaltung auf höchstem Niveau mit einem Programm, das einen für Stunden den Alltag vergessen ließ."

Jürgen Gröner, ZVW

 

„Einen rundum gelungenen Konzertabend erlebten am Freitag in der Reihe „Musik in Hegnach“ die Zuhörer im Schafhofkeller in Waiblingen- Hegnach. Die Salon-Kommode Stuttgart unter der Leitung von Stehgeiger Tilo Nast spielte vor dem reizvollen Hintergrund des alten Gemäuers Musik der 20er und 30er Jahre. Es erklangen sowohl bekannte Melodien aus der Wiener Cafèhausmusik ( Walzerfolge „Herein-spaziert !“ v. C.M. Ziehrer) und der Altberliner Operette („Glühwürmchen-Idyll“ v. P.Lincke) als auch virtuose Charakterstücke aus der Salonmusik. Nast und seine Kollegen (Regina Nast – Obligat- Violine, Michael Wille – 3.Violine, Jürgen Gerlinger – Violoncello, Reinald Schwarz - Kontrabass, Cornelis Witthoefft – Piano), zumeist Mitglieder der Stuttgarter Staatsoper, zeichneten sich dabei nicht nur durch sichtbare Spielfreude und hervorragendes technisches Können aus, sondern auch durch wunderbare Tongebung – ohne dabei je die Walzerseligkeit zu übertreiben – und durch perfektes Zusammenspiel. Beeindruckend besonders die hohe Virtuosität und der hinreißende Schmelz in Nasts Geigenton, beispielsweise in J. Gades „Tango Jalousie“ und vor allem im feurigen „Zigeunertanz“ von H. Zander ,welchen das Publikum mit stürmischem Applaus belohnte.

Perfekt ergänzt wurde an diesem Abend die „Salon-Kommode“ durch den Gesangssolisten Klaus-Dieter Mayer, der dem Publikum bereits aus anderen Konzertabenden bekannt ist, in denen er sich erfolgreich den Jazz- und Swingklängen widmete. Diesmal erlebten ihn die Zuhörer in beliebten Gesangstiteln wie „Bel Ami“und „Frauen sind keine Engel“ nicht nur mit gesanglichem, sondern auch  mit Frack , Stöckchen und Chapeau claque – mit darstellerisch-komischen Talent und passender Garderobe, was beim Publikum begeisterten Anklang fand. Mit viel Charme führte er als Conférencier durch den Abend und erntete dafür schmunzelnde Heiterkeit und viel Beifall. Dass er auch die „leisen Töne“ beherrscht, bewies Mayer in den Titeln „Schöner Gigolo, Armer Gigolo“ und „Bei dir war es immer so schön“. Tilo Nast, aus dessen Feder die Gesangs-Arrangements stammen und seine Musiker waren ihm dabei wunderbar einfühlsame Begleiter und erzeugten durch das Spiel auf sordinierten Instrumenten den leicht näselnden Toneffekt alter Schellackplatten. Das begeisterte Publikum dankte den Künstlern mit guter Laune, fröhlichen Gesichtern und Bravo-Rufen und ließ das Ensemble erst nach fünf Zugaben die Bühne verlassen."

Waiblinger Kreiszeitung


"...allesamt sind sie hochrangige Könner auf ihren Instrumenten, zumeist auch Mitglieder des Württembergischen Staatsorchesters Stuttgart.
...das Leichte ist oft das Schwierigere in der Kunst, aber die Musiker beherrschen diese köstliche und wohltuende Leichtigkeit in aller Perfektion..."

Kornwestheimer Zeitung

 

 

"Ein Dandy erzählt von den großen Metropolen

 
... Wunderbar homogen und in oft fulminanten Tempi kam die Musik der Salon-Kommode daher. Stehgeiger und Sänger spielten sich vor und mit dem Publikum die Bälle zu, und Klaus-Dieter Mayer genoss - mit Zylinder, weißem Schal und ebensolchen Handschuhen - als Bonvivant spürbar die frechen Texte und jonglierte dazu sein Champagnerglas. Schon mit dem rasanten Beginn, dem "Neapolitanischen Ständchen" von Gerhard Winkler, war das Eis beim Publikum gebrochen. Im Song "Im Hotel zur Nachtigall" (Stephan Weiß) genoss der Sänger ganz offenkundig seine Rolle als Dandy, erzählte von Reisen in die großen Metropolen um 1900, brachte etwas von dem fernen Glanz mit ins Publikum.

Unaufgeregt mit tonmalerischem Gesang im Stil von Max Raabe mit sehr variabler Stimme wurde "Schmetterlinge im Regen" (Fred Myers) vorgetragen, von der Salon-Kommode im Stil der Burleske begleitet. Viel Beifall gab es für den Vortrag des "Schönen Gigolo" (Leonello Casuci), und etwas wehmütig wurde es den Zuhörern angesichts des Texts "Schöne Welt, du gingst in Fransen". Komisch und erotisch zugleich ging es beim "Nachtgespenst" (Rudolf Nelson) zu, in dem der biedere Regierungsrat nachts als Gespenst agiert und - ganz im Stile der Zwanziger - "ihr" Elfenbein (auf)sucht..."

Stuttgarter Nachrichten