Cafe Tortoni

Astor Piazzolla wurde im Februar 1921 in Mar del Plata in Argentinien geboren. Als er vier Jahre alt war, emigrierte seine Familie in die Vereinigten Staaten von Amerika. Von 1925 bis 1936 lebte sie (mit einer Unterbrechung 1930, in Mar del Plata) in New York. Seit 1929 hatte er musikalischen Unterricht. 1937, im Jahr nach seiner Rückkehr, war er Mitglied in Tangoorchestern in Buenos Aires. 1939 bis 1944 war er Mitglied im Orchester von Aníbal Troilo in Buenos Aires. Von 1940 bis 1944 studierte er Komposition, Orchestrierung und Kontrapunkt bei Alberto Ginastera. Anschließend machte er sich als Leiter seines eigenen Tangoorchesters selbständig, mit dem er überwiegend den klassischen Tangostil pflegte. Ab 1949 gab er das Tangospielen auf und komponierte Konzert- und Filmmusik (zu etwa 60 Filmen). Als Komponist wollte Piazzolla mit dem Tango ursprünglich nichts zu tun haben, gleichzeitig sicherte jedoch das Arrangieren von Tangos für verschiedene Tangoorchester seinen Lebensunterhalt. 1954 erhielt er ein Stipendium für ein Studium am Pariser Conservatoire bei Nadja Boulanger. Diese überzeugte ihn davon, sich dem Tango wieder zuzuwenden, worauf er zunächst wieder als Interpret begann. Zurück in Argentinien gründete er das „Octeto Buenos Aires“ (1955 – 1957), mit dem er den „Tango nuevo“ entwickelte. Der „Tango nuevo“ wurde nicht mehr als Tanz- sondern als Konzertmusik angesehen, die vor intellektuellen und Künstler-Kreisen in Buenos Aires sehr erfolgreich war. Die Traditionalisten unter den Tangoanhängern lehnten Piazzollas neuen Stil jedoch weitgehend ab. 1960 gründete er das „Quinteto Nuevo Tango“, dessen Besetzung (Bandoneón, Gitarre, Violine, Kontrabass und Klavier) Standard für nachfolgende Ensembles wurde. In den folgenden Jahren entwickelte er seinen Kompositionsstil weiter und machte aus dem „Tango nuevo“ eine moderne Kammermusikgattung. In den 1970er Jahren gründete er ein Nonett, für das er kontrapunktisch und harmonisch noch komplexere Werke schuf. 1968 wurde die „Operita“ „María de Buenos Aires“ uraufgeführt. Weitere Vokalwerke entstanden daraufhin. 1974 zog Piazzolla nach Italien, integrierte elektronische Musik in seinen Stil und unternahm in den darauffolgenden Jahren internationale Tourneen mit seinem neu besetzten Quintett. 1988 musste er sich einer Herzoperation unterziehen. Im Jahr darauf gründete er ein Sextett aus zwei Bandoneons, Violoncello, E-Gitarre, Klavier und Kontrabass. Kurze Zeit später erlag Astor Piazzolla in Frankreich den Folgen eines Gehirnschlages. Piazzolla hat sich selbst mit George Gershwin verglichen. Wie dieser habe er Werke für den Konzertsaal komponiert, deren Musiksprache in der Popularmusik gründet.

Café Tortoni

Eine Hommage an Astor Piazzolla

 

Five Tango Sensations

Histoire du Tango

  1. Bordell 1900
  2. Café 1930
  3. Nightclub 1960
  4. Concert d`aujourd`hui


Otono Porteno

Tango Revolucionario

Tango Ballet

  1. Titulos
  2. La Calle
  3. Encuentro – Olvido
  4. Cabaret
  5. Soledad
  6. La calle

Calambre

Adios Nonino

Kammersolisten der Stuttgarter Philharmoniker

Mirjana Petercol

Akkordeon

Aureli Blaszczok

Violine

Margarete Zeuner

Violine

Sung-Hsin Helbig Huang

Violine

Helene Schütz

Viola

Constantin Meier

Violoncello

Reinald Schwarz

Kontrabass

 

Klaus-Dieter Mayer

Vorleser