Bertold Brecht, "Die Dreigroschenoper"

"... Vom ersten Ton der Weillschen Ouverture an lag eine deftig knisternde Spannung über der Bühne... Unterm sternenbehangenen Himmel und einem Bier kam überredend bunt und frisch gefasst eine Studie auf die Bühne, die keine Statistiken bemüht, um den Zustand der Gesellschaft verblüffend nah darzustellen. Nicht mehr und nicht weniger bezweckte Brecht mit seiner schrillen Oper – und hält das durch bis zum Schluss: bar jeder Sentimentalität der Welt einen moral- und wertungsfreien Spiegel vorzuhalten.

Allen voran Klaus-Dieter Mayer. Als fieser und geschäftstüchtiger Peachum, verräterisch und spießig, packt er sängerisch und darstellend das Publikum von Anbeginn... "